Tag 16: Moskosel bis Björnlandet

Moskosel bis Björnlandet – Heute verlasse ich Norrbotton in Richtung Süden. Mit dem letzten Licht werde ich den Björnlandet Nationalpark erreichen.

Moskosel

Schlittenhunde

Lis vom Campingplatz war gestern noch ziemlich optimistisch gewesen.
Heute, so meinte sie, würde ich bestimmt mit dem Chef eine Runde auf dem Schneemobil drehen können.

Nun ja.

Jetzt ist heute.

Und heute stellt sich heraus:
Das Schneemobil steht leider immer noch in der Werkstatt.

Also wird daraus… nichts.

Der Chef heißt Mark, stammt ursprünglich aus Norddeutschland und hat den Campingplatz vor noch gar nicht allzu langer Zeit übernommen.
Ich meine, die Vorbesitzer auf meiner ersten Reise hierher sogar schon einmal kennengelernt zu haben – ganz sicher bin ich mir allerdings nicht mehr.

Mark, ein sehr sympatischer Typ, hat jedenfalls noch einiges mit dem Platz vor.

Und genau solche Gespräche finde ich immer wieder spannend:
Geschäftsideen, Tourismus, Herausforderungen – speziell hier oben im Norden, wo Klima, Entfernungen und Saisonzeiten ihre ganz eigenen Regeln haben.

Während ich auf Marks Ankunft gewartet habe, lerne ich außerdem noch zwei Musher aus Österreich kennen.

Beide sind unglaublich sympathisch und verbringen möglichst viel Zeit des Winters hier oben im Norden.

Irgendwie begegnet man hier immer wieder Menschen, die genau wie man selbst das Gefühl haben, dass dieser Winter einen nicht mehr ganz loslässt.

Wir werden uns bestimmt noch einmal wiedersehen.

Und irgendwann werde ich dann auch selbst einmal
einen Hundeschlitten lenken.

Björnslandet Nationalpark

Der restliche Tag bestand vor allem aus einer Disziplin:

Strecke machen.

In Arvidsjaur habe ich noch kurz gehalten, ein paar Kleinigkeiten eingekauft und den Van betankt.
Danach ging es praktisch ohne größere Stopps weiter bis zum Björnlandet-Nationalpark.

Leider war es bereits ziemlich dunkel, als ich dort angekommen bin.

Morgen werde ich hier wahrscheinlich eine kleine Schneeschuhwanderung machen – zumindest ist das aktuell der Plan.

Gegen 19 Uhr meldet sich dann wieder meine Aurora-App.

Polarlichter.

Und tatsächlich:
Es gibt welche.

Allerdings hängt – genau wie gestern – leichter Dunst im Norden.
Dadurch wirkt das Ganze etwas gedämpft.

Ein paar schöne Bilder entstehen trotzdem,
auch wenn diesmal nichts wirklich Spektakuläres dabei ist.

Aber vielleicht ist genau das auch Teil dieser Reisen hier oben:

Nicht jede Nacht ist ein großes Schauspiel.
Manchmal reicht einfach ein wenig Grün am Himmel.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Scroll to Top