Nächster Morgen, gleiches Spiel: Die Weiterreise in Richtung Zuhause steht an.
Unsere holländischen Nachbarn sind inzwischen verschwunden.
Dafür haben wir zwei Kuschelparker bekommen.
Was diesmal allerdings gar nicht so schlecht ist.
Denn immer wieder verirren sich Reisebusse in diesen eigentlich nicht für sie vorgesehenen Teil des Parkplatzes, bevor sie vom Parkpersonal auf den Busparkplatz verwiesen werden.
Unsere beiden neuen Nachbarn bilden dabei einen ziemlich wirkungsvollen Schutzwall.
So haben wir zumindest etwas Ruhe vor den Bussen und ihrer Ladung lauter Touristen.
Kuschelparken kann also auch Vorteile haben.

Tanken in Lettland
In Lettland ist der Diesel bezahlbar.
Also Tanken wir.
Es wird sich herausstellen, dass dies eine gute Entscheidung ist. In Litauen wir der Diesel wieder richtig teuer werden.

Dieser Hügel mit Kreuzen
In Litauen gibt es diesen Hügel mit unglaublich vielen Kreuzen.
Den Berg der Kreuze.
Während der sowjetischen Besatzung wurden die Kreuze dort mehrfach entfernt und der Hügel teilweise zerstört. Die Menschen stellten trotzdem immer wieder neue auf.
So wurde der Ort zu einem Symbol des stillen Widerstands gegen die Sowjetmacht.
Den wollen wir uns natürlich ansehen.
Leider sind wir mit dieser Idee nicht allein.
Trotz 32 °C ist hier so viel los, dass wir beschließen, den Besuch auf ein anderes Mal zu verschieben.
Wir müssen ja noch einen Grund haben, wiederzukommen.


Burg oder das, was aktuell davon noch übrig ist
Eine kurze Pause brauchen wir trotzdem.
Ein historischer Marker führt uns zu einem Restaurierungsprojekt einer mittelalterlichen Burg.
Klingt interessant.
Vor Ort bleibt allerdings etwas unklar, was genau hier restauriert wird.
Es ist alles Wiese.
Wirklich alles.
Aber gut.
Im Schatten des Vans lässt es sich bei 32 °C hervorragend chillen.
Man muss historische Orte schließlich nicht immer verstehen.


Čižiškiai
Zwei mögliche Plätze haben wir uns für diese Nacht ausgesucht.
Beide liegen an einem See, dessen größter Teil bereits zu Kaliningrad gehört.
Camping ist hier ausdrücklich erlaubt – und sogar kostenlos.
Wir haben Glück und bekommen direkt einen Platz, obwohl es wegen der Ferienzeit und des guten Wetters ziemlich voll ist.
Natürlich müssen wir auch das Wasser testen.
Im Uferbereich sind allerdings bereits deutliche Spuren von Blaualgen zu sehen.
Wir wagen uns trotzdem hinein und schwimmen ein Stück weiter hinaus.
Dort ist das Wasser angenehm kühl.
Nach den vergangenen Wochen in Skandinavien und Finnland sind Temperaturen von über 30 °C für uns inzwischen fast ungewohnt.
Entsprechend willkommen ist die Abkühlung.




