Tag 17: Björnslandet bis Hamra

Björnslandet bis Hamra – heute geht es nach einem kleinen Ausflug mit Schneeschuhen ein ganzes Stück weiter nach Süden. Eine Art Fahrtag halt.

Björnslandet

Es war eine ruhige Nacht.

Aktuell sind es –13 °C, der Kaffee ist gerade fertig geworden und die Sonne beginnt langsam, sich hinter den Bäumen hervorzutrauen.

Seit gestern habe ich keinen einzigen Menschen mehr gesehen.

Und das, obwohl ich hier auf einem offiziellen Wohnmobilstellplatz stehe.
Sogar Mobilfunkempfang gibt es hier “oben”.

Weiter unten am See sieht das allerdings schon wieder ganz anders aus.

Gleich werde ich noch ein wenig wandern gehen.

Genau für solche ruhigen Morgenmomente lohnt sich diese ganze Fahrerei irgendwie besonders.

Schneeschuhwanderung

Schneeschuhe an.
Rucksack gepackt – inklusive Fotosachen und einer warmen Jacke für den Notfall.

Dann kann es losgehen.

Zunächst folge ich dem Sommerwanderweg.
Das funktioniert… eher mittelgut.

Trotz Schneeschuhen versinke ich mehrfach bis zum Knie im lockeren Schnee.
Für den ersten Kilometer brauche ich dadurch fast eine halbe Stunde.

Später treffe ich auf alte Langlaufspuren.
Ab dort läuft es sich deutlich angenehmer.

Und noch etwas später finde ich sogar eine Spur von Hundeschlitten.
Darauf geht es plötzlich erstaunlich leicht voran.

Ohne Schneeschuhe würde man allerdings auch dort sofort einsinken.

Am Ende wird daraus eine kleine Runde von etwa fünf Kilometern.
Fast 80 Minuten bin ich unterwegs gewesen.

Und keine einzige davon habe ich bereut.

Es ist ein perfekter, erfrischender Start in den Tag –
und gleichzeitig auch ein kleiner Abschied.

Denn gleich geht es wieder ein gutes Stück weiter Richtung Süden.

Eine ganz eigene Herausforderung gab es unterwegs allerdings ebenfalls:

Auf der gesamten Runde hatte ich keinerlei Mobilfunkempfang.

Heute fühlt sich selbst das fast schon wie ein kleines Abenteuer an.

Hamra Nationalpark

Gegen Viertel nach sechs erreiche ich schließlich den Hamra-Nationalpark.

Auch hier:
kein Mensch weit und breit.

Der eigentliche Wohnmobilstellplatz ist nicht vom Schnee geräumt, also parke ich den Van kurzerhand einfach neben den Grillstellen.

Das wird hier vermutlich niemanden stören.

Kurz darauf brennt bereits ein kleines Feuer, und die Würstchen landen auf den Spießen.

Heute gibt es Grillkorv BBQ och Ost – und die sind wirklich erstaunlich lecker.
Da fällt es kaum ins Gewicht, dass ich vergessen habe, Senf zu kaufen.

Das Brot hatte ich zunächst ganz entspannt neben die Feuerstelle gelegt.
Bis ich feststellte, dass es dort langsam beginnt einzufrieren.

Also musste ich das Brot aktiv am Feuer vor dem Frost schützen.

Auch beim Bier ist etwas Tempo gefragt.
Der letzte Schluck enthält bereits deutlich wahrnehmbare Eiskristalle.

Und trotzdem fühlt sich das Wetter inzwischen fast angenehm an.

Es sind „nur noch“ –10 °C.

Nach mehreren Tagen mit Temperaturen um die –20 °C und darunter wirkt das fast schon überraschend warm.

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